Wie alles begann...

Im Jahre 1946, unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, trafen sich sportinteressierte Bürger aus Wittenburg und Umgebung zu ersten gemeinsamen sportlichen Aktivitäten, aus denen eine erste Sportgruppe entstand. Da man sich organisieren wollte, um noch mehr Menschen das Sporttreiben in der knappen Freizeit nach getaner Arbeit oder am Wochenende zu ermöglichen, wurde beschlossen, eine Sportgemeinschaft zu gründen. Im September 1946 war es dann so weit: die BSG „Traktor“ Wittenburg wurde gegründet und vereinte unter ihrem Dach zunächst die Sektionen Fußball, Wasserball und Tischtennis.

Die ersten Jahre

Die Wasserball- und Tischtennisspieler erspielten in den 50er Jahren große Erfolge für den Verein auf Landesebene. 1958 konnte sich die Sportfreundin Kunze für die DDR-Meisterschaft im Tischtennis qualifizieren.
Während die Wasserballer 1953 aufgrund verschiedener fehlender Voraussetzungen den Spielbetrieb einstellen mussten, waren die Tischtennisspieler bis Mitte der 60-er Jahre für „Traktor Wittenburg“ aktiv, bevor die Sektion dann zu „TSG Wittenburg“ wechselte.
Als kleinere Sektionen innerhalb der Sportgemeinschaft wurden 1953 die Sektion Kegeln und 1957 die Sektion Turnen gegründet. Während die Kegelbrüder aktiv am Wettkampfbetrieb teilnahmen, wurde das Turnen und später auch die Sport- und Popgymnastik als reiner Freizeitsport betrieben. Heute kaum vorstellbar, aber durch Schrift und Fotodokumente bezeugt, beteiligten sich in den 50er Jahren zahlreiche Mitglieder an den verschiedensten Aktivitäten im Wintersport. So nahmen Frauen und Männer unserer Sportgemeinschaft an den DDR-Meisterschaften im Skilanglauf und Bobsport teil.
Von 1966 bis Ende der siebziger Jahre wurde in der Sportgemeinschaft auch Volleyball gespielt. 1976 errang die Männermannschaft den Kreismeistertitel. Nach dem Fortgang einiger Leistungsträger spielte die Mannschaft bis 1979 dann „nur noch“ auf volkssportlichem Niveau.

Kampfsportarten in der Sportgemeinschaft

Neben dem Fußball entwickelte sich der Boxsport zur erfolgreichsten Disziplin innerhalb der Sportgemeinschaft. Während meistens viele sportbegeisterte Mitglieder für die Erfolge verantwortlich waren, so war es beim Boxen und Ringen in erster Linie der Verdienst des Sportfreundes Gusner, dass die Wittenburger Kämpfer weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurden und Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene erringen konnten. Bestes Beispiel ist Michael Timm, der aus der "Boxschule" Gusner hervorgegangen und später für "Traktor Schwerin" DDR-Meister, Weltcup-Dritter und Europameister wurde. 

und endlich... der Fußball!

Die Sektion Fußball war von Anfang an dabei. Während sich viele Abteilungen im Laufe der Jahre aus verschiedenen Gründen auflösen mussten oder anderen Vereinen beitraten, entwickelten sich dei Fußballer im Laufe der Zeit zur tragenden Kraft in der Sportgemeinschaft, aus der schließlich im Jahre 1991 ein eigenständiger, reiner Fußballverein wurde, der seit 1994 den Namen "Wittenburger Sportverein e.V." trägt.

In den Anfängen traf man sich zunächst zu gemeinsamen Trainingsabenden, später folgten Freundschaftsspiele auf Landesebene (Mecklenburg). Dabei verliefen die Fahrten zu Auswärtsspielen im Vergliech zu heute oft abenteuerlich per Güterzug, mit defektem Lastkraftwagen oder in die nähere Umgebung auch per Fahrrad.

Aus den gewiss nicht einfachen Bedingungen wurde das Beste gemacht, der Mannschaftsgeist festigte sich und war Grundlage für erzielte Erfolge.

Als bis heute größter Triumph gilt der Gewinn des Pokalwettbewerbs "Goldener Traktor" auf DDR-Ebene, den die Wittenburger Männermannschaft 1961 erringen konnte. In den 80er Jahren konnte dieser Wettbewerb noch mehrmals auf Kreis- und Bezirksebene gewonnen werden, wobei besonders das 22:21 (!) nach Elfmeterschießen 1983 in Warin gegen Traktor Karstädt allen Beteiligten sicher noch in Erinnerung sein wird.

Ende der 70er stiegen die Mitgliederzahlen und auch auf sportlichem Niveau entwickelte sich der Verein bis zur Wende enorm. So konnte die damals neu gegründete Männermannschaft innerhalb von 4 Jahren (1979-1983) von der zweiten über die erste Kreisklasse und die Bezirksklasse in die Bezirksliga aufsteigen. Nach einem Jahr war zwar der Abstieg wieder besiegelt, die Wittenburger bestimmten jedoch über viele Jahre das Niveau in der Bezirksklasse mit.

1989 gelang dann erneut der Aufstieg in die Bezirksliga, auch diesmal konnte die Klasse jedoch nicht gehalten werden. Ganze 13 Jahre später konnte man im Spieljahr 2003/04 erneut in die Bezirksliga West aufsteigen.

Neben der ersten nahm seit 1984 eine zweite Männermannschaft am Spielbetrieb auf Kreiseben teil. 

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